Burgmuseum und Lapidarium

Die Burg von Szeged wurde im 13. Jahrhundert, wahrscheinlich durch Erweiterung einer bereits bestehenden Festung gebaut. Die größte Burg aus Ziegeln auf der Tiefebene war Jahrhunderte lang der bestimmende, zentrale Baukomplex der Innenstadt. Sie war Schauplatz von solchen wichtigen Ereignissen, wie der Frieden von Szeged (1444) oder die Verhandlungen vor der Königswahl, demzufolge der junge Matthias Hunyadi zum König wurde. Nach der osmanischen Besatzung verlor die Burg ihre militärische Bedeutung, die Habsburg-Herrscher benutzten sie als Gefängnis. Nach dem Großen Hochwasser hat sie die Bevölkerung von Szeged mit der Erlaubnis von Franz Josef I. mit stürmischer Geschwindigkeit abgebaut, die mittelalterlichen Ziegeln linderten die Not an Baumaterial in der sich im Neubau befindenden Stadt. Der erhalten gebliebene Teil, das einstige Maria-Theresia-Tor wurde zuletzt 1999 restauriert. Man findet darin einen Ausstellungsraum, ein archäologisches Lager und einen Beratungssaal. Durch die Ausgrabungen kamen die Grundmauern der ehemaligen Burgkirche aus dem Mittelalter zum Tageslicht. Neben diesen Ruinen, die das originelle Niveau der Stadt vor der Aufschüttung zeigen, lohnt es sich auch die Steine anzuschauen, die bei dem Abbau der Burg gefunden wurden und die Merkmale von Romanik, Gotik, Renaissance und Barock aufweisen. Die Sammlung der gemeißelten Bau- und Ziersteine kann man auf dem Hof, in einem Lapidarium besichtigen.

Infos

6720 Szeged, Stefánia 2.

+36 62/549-040
www.moramuzeum.hu

 

 

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