Das Márer-Haus

Dieses renovierte Gebäude und deren Fassade ist mit seinen verspielten Motiven, seiner Beweglichkeit und Assymetrie ein gutes Beispiel für die geometrische Sezession. Die robusten Formen der Fassade, der walzenförmige Balkon, der Risalit mit seinen Loggien, der basteiähnliche Eckturm, die Giebelmauer mit seinen Fenstern und die Dachtürme sind alle ein wahrer Augenschmaus. Die vertikale und diagonale Gliederung der Fassade bestimmt die plastisch aufeinander gestuften Details. Von den großen Formen umrahmt kann man an der Fassade grotesk gestaltete bizarre Masken, Eulenaugen und feine, spitzenähnliche, geometrische Fassadenverzierungen entdecken. Auch das schön bearbeitete Gußeisentor ist durchweg sehenswert.

Ursprünglich hätte das Gebäude als Paprikamühle gedient, doch schon während der Bauarbeiten änderte sich der Plan und letztendlich wurde es als Wohnhaus übergeben. In 1941 existierte es als Luftschutzraum, in den Jahren 1951 und 52 gestaltete man hier Schusterwerkstätte der Genossenschaft. Später kam in die Villa die Zentrale Bibliothek der Medizinischen Universität Szent-Györgyi Albert, anschließend das Amt des Dekans der Universität. In 2008 richtete man im Haus ein Gedenkzimmer für die Arbeitstätigkeit von dem Nobelpreisträger Albert Szent-Györgyi ein.

 

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