


Die Burg von Szeged wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut, vermutlich als Erweiterung einer bereits bestehenden Befestigungsanlage. Die größte Ziegelfestung der Großen Ungarischen Tiefebene war über Jahrhunderte hinweg ein bedeutender zentraler Komplex und Schauplatz wichtiger Ereignisse wie des Friedens von Szeged (1444) oder der Verhandlungen vor der Wahl des jungen Mátyás Hunyadi zum König. Nach der türkischen Besetzung verlor die Festung ihre militärische Bedeutung, und die habsburgischen Herrscher nutzten sie als Gefängnis. Mit der Genehmigung von Franz Joseph I. wurde sie nach der Großen Flut von den Einwohnern der Stadt rasch abgetragen; die mittelalterlichen Ziegel dienten während des Wiederaufbaus der Stadt zur Deckung des enormen Bedarfs an Baumaterial. Der verbliebene Teil, das Maria-Theresia-Tor, wurde zuletzt restauriert und zu einer Ausstellungshalle umgestaltet. Bei den Ausgrabungen wurden auch die Überreste der mittelalterlichen Kirche entdeckt, die einst in der Mitte des Hofes stand. Neben diesen Resten, die das ursprüngliche Niveau des Platzes vor der Aufschüttung zeigen, verdienen auch die beim Abbruch der Festung gefundenen und im Hof ausgestellten römischen, gotischen, Renaissance- und barocken Steinfragmente besondere Aufmerksamkeit.
Die Dauerausstellung präsentiert mehrere bedeutende historische Ereignisse aus der Vergangenheit von Szeged: Die Besucher können sich über die Geschichte der ehemaligen Festung von Szeged, die Welt der Hexenprozesse und der Gesetzlosen sowie über die Zerstörung durch die Große Flut informieren.
Infos
Öffnungszeiten:
Mon-Son: 10.00-18.00
Der Ausstellungsort ist wegen Renovierungsarbeiten vom 19. Januar bis zum 27. März 2026 geschlossen.
6720 Szeged, Stefánia utca 2.
Tel.: +36-62/549-040
E-mail: info@mfm.u-szeged.hu
Web: www.moramuzeum.hu